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7. Januar 2022  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Sicherheitsvorkehrungen bei Garagentoren

von  Teckentrup | 5 Min. Lesezeit | #Garagentor  #Teckentrup  #Europanorm  #Fingerklemmschutz  #Neuerung 

Früher kam es häufig zu Verletzungen im Zusammenhang mit Garagentoren. Um dieses Risiko zu minimieren, wurde vor einigen Jahren die Europäische Norm EN 13241 eingeführt, die seit dem 01.05.2005 für alle Garagentore verbindlich ist. Durch diese Norm werden alle Garagenbesitzer sowie deren Kinder und Haustiere deutlich besser vor potenziellen Gefahren geschützt. Wenn Sie eine ältere Garage besitzen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob Ihr Garagentor den aktuellen und erforderlichen Sicherheitsstandards entspricht.

Gründe für Sicherheitsmaßnahmen bei Garagentoren

Ältere Garagentore sind in der Regel mit veralteter Technik ausgestattet und bergen daher einige Risiken. Beispielsweise wurden früher Seile verwendet, um das Garagentor zu öffnen und zu schließen. Diese Seile können potenziell gefährlich sein. Ein weiteres Risiko stellen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Torgliedern bei Sektionaltoren dar. Nutzer der Garage oder insbesondere Kinder können sich an diesen Toren leicht die Finger einklemmen oder sich schneiden.

Durch die Europäische Norm wurden die Sicherheitsstandards für derartige Garagentore erhöht und verbessert. Beispielsweise ist nun vorgeschrieben, dass das Tor mit einem Fingerklemmschutz ausgestattet sein muss. Darüber hinaus müssen ein Seiteneingreifschutz und eine Absturzsicherung vorhanden sein. Dies verhindert beispielsweise, dass das Garagentor bei einem Seildefekt oder Riss unkontrolliert nach unten fällt und Nutzer der Garage verletzt. Ein weiterer Sicherheitsmechanismus ist ein Abschaltmechanismus. Wenn das Garagentor auf ein Hindernis trifft, stoppt es sofort und fährt anschließend um etwa 100 mm wieder hoch, um das Hindernis freizugeben. Dadurch wird gewährleistet, dass das Tor sofort stehen bleibt, wenn es einen Arm oder ein Bein berührt und somit Verletzungen verhindert werden.

Mini steht auf Auffahrt vor einem hellgrauen Garagentor

Gefahrensituationen im Zusammenhang mit Garagentoren

Bei alten Garagentoren besteht die Gefahr, dass Menschen eingeklemmt werden, wenn das Garagentor unkontrolliert herunterfährt. Insbesondere Kinder sind hierbei besonders gefährdet und können schwer verletzt werden. In einigen Fällen sind Kinder unbeabsichtigt in die Garage gelaufen, während sich das Garagentor bereits im Absenkprozess befand. Selbst das Drücken der Stopptaste führte nicht dazu, dass das Garagentor aufhörte sich abzusenken. Die Körper der Kinder wurden dabei stark eingeklemmt, und ein Hochfahren des Garagentors war in diesem Zustand nicht mehr möglich. In solchen Fällen konnte nur die Feuerwehr helfen, das Kind zu befreien. Leider haben nur wenige Kinder einen solchen Unfall ohne schwere Verletzungen überlebt. Ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen kam es auch häufig vor, dass Finger in den Toren eingeklemmt wurden.

Maßnahmen zur Unfallvermeidung

Um Unfälle zu vermeiden, ist es wichtig, regelmäßig die Sicherheit der eigenen Garage zu überprüfen und geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Zur Vermeidung von Verletzungen sollten Garagen mit einer der folgenden Sicherheitslösungen ausgestattet sein:

  1. Kontaktleiste: Eine Kontaktleiste befindet sich am unteren Rand des Garagentors und stoppt sofort, wenn sie auf Widerstand trifft. Dadurch wird verhindert, dass Personen oder Gegenstände eingeklemmt werden.
  2. Abrollsicherung: Eine Abrollsicherung verhindert das unkontrollierte Herunterfahren des Garagentors im Falle eines Federbruchs. Sie sorgt dafür, dass das Tor langsam und kontrolliert abgesenkt wird.
  3. Lichtschranke: Eine Lichtschranke besteht aus einem Sender und einem Empfänger, die sich gegenüberliegen. Wenn die Lichtschranke unterbrochen wird, stoppt das Garagentor sofort. Dadurch wird vermieden, dass Personen oder Gegenstände von herunterfahrenden Toren erfasst werden.

Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass die Garagentor-Konstruktion einen ausreichenden Sicherheitsstandard zwischen dem Hebearm und der Zarge aufweist, um Verletzungen zu vermeiden. Eine der häufigsten Schwachstellen von Garagentoren sind die Federsysteme. Um das Risiko von Unfällen zu minimieren, sollten Zugfedern für Kinder unzugänglich sein, um das Einklemmen der Finger zu verhindern.Ein Mehrfedersystem kann den Unfallschutz bei Garagentoren erhöhen. Durch die Verteilung des Gewichts auf mehrere Federn wird vermieden, dass sie unter zu großer Spannung stehen. Zusätzlich sollte ein zusätzlicher Schutz am Lagerbock angebracht werden, um ein Eingreifen in das Garagentor zu verhindern.

Eine stabile Deckenlaufschiene gewährleistet eine präzise Schienenführung für das Garagentor und verhindert ein Entgleisen des schweren Torblatts, selbst bei unkontrollierten Bewegungen beim Schließen des Garagentors. Durch die Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahmen kann das Risiko von Unfällen im Zusammenhang mit Garagentoren erheblich reduziert werden

Schiene für ein Rolltor

Sicherheitsmaßnahmen treffen

Um sicherzustellen, dass Nutzer und insbesondere Kinder nicht vom Garagentor eingeklemmt werden, ist es wichtig, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Bei einem Garagentor-Antrieb müssen strenge Anforderungen erfüllt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Gemäß den Sicherheitsstandards darf ein Garagentor, das mit einem Antrieb betrieben wird, höchstens mit einer Kraft von 40 kg auf ein Hindernis auftreffen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Tor bei Berührung mit einem Hindernis sofort stoppt und keinen Schaden anrichtet. Zusätzlich muss das Garagentor in weniger als einer Sekunde wieder hochgefahren werden können, um das Hindernis schnellstmöglich freizugeben. Dies gewährleistet, dass Personen oder Gegenstände nicht unnötig lange eingeklemmt bleiben und Verletzungen vermieden werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass viele ältere Garagen möglicherweise nicht den aktuellen Sicherheitsvorgaben entsprechen und somit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko bergen können. Wenn ein Garagentor bei einem Hindernis nicht sofort zurückfährt oder zu hohe Kräfte wirken, besteht die Gefahr schwerer Verletzungen. Vor der erneuten Inbetriebnahme eines Garagentors sollte daher unbedingt ein Sicherheits-Check durchgeführt werden. Dies kann beispielsweise durch einen Fachmann oder den Hersteller des Garagentors erfolgen, um sicherzustellen, dass das Tor den geltenden Sicherheitsstandards entspricht und keine Gefahr für die Nutzer darstellt. Durch die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen und die Einhaltung der geltenden Vorschriften können Unfälle und Verletzungen im Zusammenhang mit Garagentoren vermieden werden. Die Sicherheit der Garage und ihrer Nutzer sollte stets oberste Priorität haben.

Scharnier an einem Garagentor
Teckentrup Logo

Teckentrup

Teckentrup zählt mit den Produktionswerken in Verl (Hauptsitz, NRW) und Großzöberitz (Sachsen-Anhalt) sowie seinen 900 Mitarbeitern zu den größten Herstellern von Türen und Toren in Europa. Das in dritter Generation inhabergeführte mittelständische Familienunternehmen hat sich insbesondere den Werten Qualität, Design und Service verpflichtet.

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