Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen
10. September 2025  (aktualisiert am 10. September 2025)

Klare Sache

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit | #Fenster  #Fensteraustausch  #Wärmeschutz  #Schallschutz  #Hitzeschutz 
WIRUS-FTT-Klare-Sache-Beitragsbild1
Fenster sind maßgeblich für Dein Wohnbefinden: Sie lassen Licht und Luft ins Haus und sorgen für die Aussicht. Aus energetischer Sicht können sie allerdings eine erhebliche Schwachstelle darstellen – insbesondere, wenn sie älter als 30 Jahre sind.
Über 35 % der Fenster in Deutschland sind veraltet und energetisch sanierungsbedürftig. Als veraltet gelten Fenster, die vor der Einführung der Wärmeschutzverordnung 1995 eingebaut wurden.
Durch einen Austausch dieser Fenster ließen sich rund 10,8 Mio. Tonnen CO2 jährlich einsparen, weshalb Bund, Länder und Gemeinden auch großzügige Direktfördermittel für den Fensteraustausch zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus kannst Du mit modernen, energieeffizienten Fenstern bis zu 20 % Deiner Heizkosten einsparen, die Du mit veralteten buchstäblich aus dem Fenster hinaus verheizt. Zu den größten Energieverschwendern zählen Fenster mit Einfach- oder unbeschichtetem Isolierglas sowie Verbund- und Kastenfenster.

Wohnraum in zwei Hälften geteilt. Einmal sanierungsbedürftig und einmal saniert
Hinzu kommt, dass durch Undichtigkeiten und nicht isolierende Verglasung im Sommer Hitze und im Winter Kälte sowie feuchte Zugluft in die Innenräume dringen. Die gesteigerte Luftfeuchtigkeit setzt sich zunächst als Kondenswasser am Fenster ab, sucht sich aber im schlechtesten Fall die kälteste Stelle am Mauerwerk und kann dort gesundheitsschädlichen Schimmel bilden und auf Dauer die Bausubstanz schädigen. Von modernen Fenstern profitierst Du gleich mehrfach durch:
  • eine deutliche Einsparung von Energie-/Heizkosten sowie CO2-Abgaben
  • einem zugluftfreien, gesunden Wohnklima mit geringer Luftfeuchtigkeit
  • Hitzeschutz im Sommer
  • verbesserten Schallschutz
  • gesteigerten Einbruchschutz

Was Du wissen solltest!

Neben Deinen optischen Präferenzen gibt es ein paar Parameter, die Du kennen solltest und die auch für die Beantragung von Fördermitteln wichtig sind:

U-Wert

Internorm-FTT-Klare-Sache-Beitragsbild3
Der sogenannte U-Wert steht für den Wärmedurchgangskoeffizienten und gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil, z. B. ein Fenster, bei einem Temperaturunterschied von 1 Grad über 1 Quadratmeter (Fensterfläche) nach außen entweicht. Je niedriger der U-Wert, desto wärmedämmender das Fenster.
Durchschnittlich besitzen Fenster heute einen U-Wert von 1,3 W/(m2K). Besonders dichte Passivhausfenster kommen sogar auf einen U-Wert von bis zu 0,6 W/(m2K). Laut gültigem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist bei Sanierungen ein Fenster-U-Wert von mindestens 0,95 W/(m2K) vorgesehen, damit diese förderfähig sind. Dies betrifft sowohl die Verglasung (Ug) als auch den Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens (Uf).

g-Wert

Der sogenannte g-Wert bezeichnet den Gesamtenergiedurchlassgrad und gibt an, wie hoch die solaren Gewinne sind, die durch ein Fenster entstehen. Das bedeutet, dass die durch Glas einfallende Sonnenstrahlung zur Erwärmung der Innenräume beiträgt und diese kostenlose Energie bestmöglich genutzt werden sollte. Zu beachten ist dabei aber, dass sich Räume im Sommer nicht zu stark aufheizen.

Deshalb gilt: Ein Fenster sollte so wenig wie möglich Wärme von innen nach außen abgeben, aber auch möglichst viel Sonnenstrahlung zur Erwärmung von außen nach innen nutzen. Um U-Wert und g-Wert optimal zu kombinieren und effektiv zu nutzen, sollte deshalb die Ausrichtung der Fenster beachtet werden: West- und Ostseite können von einem höheren g-Wert profitieren, indem Morgen- und Abendsonne für solare Wärmegewinne genutzt werden. Bei Fenstern an der Südseite ist ein höherer g-Wert nur empfehlenswert, wenn eine effiziente Verschattung besteht, die im Sommer für einen wirksamen Hitzeschutz sorgt.

DEIN FÖRDERMITTLER analysiert die für Dich effektivsten Maßnahmen und sucht die entsprechend rentabelsten Fördermittel für Dein Projekt.

Doppelt und dreifach

Bei modernen Fenstern werden heute Zwei- oder Dreischeibenverglasungen eingesetzt. Je mehr Scheiben, desto größer die Dämmwirkung. Zusätzlich werden die Zwischenräume mit Edelgasen anstelle von Luft befüllt – das verhindert den Wärmetransport. Für eine zusätzlich erhöhte Isolierung werden Scheiben darüber hinaus mit einer unsichtbaren Edelmetallschicht bedampft.

Welche Verglasung an welcher Seite Deines Hauses sinnvoll oder erforderlich ist, gilt es im Einzelfall zu ermitteln. Laut GEG sind in Neubauten und Bestandsimmobilien Fenster mit Dreifachverglasung vorgegeben.

Der passende Rahmen

Internorm-FTT-Klare-Sache-Beitragsbild6
Dass bei Marken- und Qualitätsfenstern die Rahmenkonstruktion ebenso langlebig, dicht, wärme- und schalldämmend sowie einbruchhemmend ausgeführt ist, sei an dieser Stelle vorausgesetzt.
Im Vergleich zu älteren Fenstern bietet dieses Bauteil heute bereits standardmäßig einen stark verbesserten Einbruch- und Schallschutz.

Die richtige Widerstandsklasse

Nach DIN EN 1627 geprüfte oder zertifizierte Fenster werden für einen wirksamen Einbruchschutz am Fenster empfohlen. Das bedeutet: Alle Elemente dieser Fenster sind als Gesamtkonstruktion von Rahmen, Beschlag und Verglasung auf ihre Einbruchhemmung getestet.

Die DIN unterscheidet weiterhin sieben Widerstandsklassen zur Einbruchhemmung. Sie definieren jeweils, mit welchem Aufwand und in welcher Zeit ein Einbruch am Fenster gelingt. Die Widerstandsklassen unterscheiden sich nach Abstufung ihrer verbauten einbruchhemmenden Komponenten. Je höher die Klasse, umso länger muss sie einem Einbruchversuch standhalten. Standard für den privaten Bereich sind die Klassen RC2 und RC3 mit Sicherheitsverglasung und im Rahmen verklebter Verglasung.

Ab Widerstandsklasse 2 sind Fenster ebenso mit Pilzkopfzapfenbeschlägen und einem abschließbaren Fenstergriff ausgestattet. Bei erhöhtem Sicherheitsbedarf empfehlen sich Fenster der Widerstandsklasse 3, bei der die Verglasung einen noch höheren Widerstandswert aufweist.

Dein Fördermittler Logo

Fachredaktion für energetisches Sanieren

Obgleich die neusten Trends und Tipps aus der Branche oder Informationen über förderungsfähige Maßnahmen – die Fachredaktion für energetisches Bauen ist Dein Ansprechpartner von A bis Z. Der Zusammenschluss aus den drei Spezialisierungssystemen Bauen+ Modernisieren, Fenster Türen Tore und Holzbau sorgt für eine umfangreiche Abdeckung der energetischen, gewerksübergreifenden Arbeiten an Deinem Haus.

Artikel teilen

Das könnte Sie auch interessieren

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 7 Min. Lesezeit

Erstaunlich, aber in Deutschland sind bislang lediglich 16,2 % der Dächer und 6,5 % der obersten Geschossdecken gedämmt*. Je nach Dachtyp und -fläche entweichen so zwischen 15 % und 25 % der Heizwärme und damit Deiner Energiekosten. Dabei gibt es auch ganz einfache, wirtschaftliche und effiziente Methoden, diese Verluste einzudämmen....

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 8 Min. Lesezeit

Beim Steildach besteht der Aufbau des Dachstuhls in der Regel aus Sparren und Pfetten. Als Sparren bezeichnet man in Dachkonstruktionen die tragenden Balken, die vertikal von der Traufe zum First verlaufen. Pfetten sind die horizontal verlaufenden Hölzer, die die Dacheindeckung tragen.

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit

Die Möglichkeiten für das warme Wohnen im Dachgeschoss sind vielfältig: Je nach Dimensionierung der häuslichen Zentralheizung ist eventuell eine Erweiterung möglich – dies sollte im Vorfeld durch Dein:e Installateur:in überprüft werden. Ideal ist die „Selbstversorgung“ direkt vom eigenen Dach, die überdies auch noch gefördert wird...

Leider konnten keine Produkte gefunden werden
Das gewünschte Variantenprodukt befindet sich bereits in der Liste. Die zuvor gewählte Variante wurde aus der Liste entfernt.
Geben Sie hier Ihren Suchbegriff bzw. die Artikelnummer ein und wählen Sie die richtige Position aus der Vorschlagsliste aus. Nun können Sie die gewünschte Anzahl zum Warenkorb hinzufügen.
Tragen Sie hier bitte Ihre Bestellung ein