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4. August 2025  (aktualisiert am 4. August 2025)

Einblasdämmung als energetische Lösung für viele Einsatzbereiche

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 7 Min. Lesezeit | #Einblasdämmung  #Dämmung  #Altbau  #Kerndämmung  #Holzfaser 

Vorteile in Hülle und Fülle

Mehrere nebeneinander stehende Häuser aus rotem Stein.
Ob Alt- oder Nachkriegsbauten – bei vielen grundsoliden und kostbaren Bestandsimmobilien schmälern der hohe Energieverbrauch und die erhöhten Heizkosten den Wohn- und Immobilienwert.
An vielen Ecken und Enden geht teure Energie verloren und häufig ist Hausbesitzer:innen nicht bewusst, dass es auch für „ältere Schätzchen“ eine einfache und effektive Methode der nachträglichen Dämmung gibt: die sogenannte Einblasdämmung. Sie wird vornehmlich bei Hohlräumen eingesetzt, in erster Linie für die Kerndämmung der Gebäudehülle wie z. B. bei zweischaligem Mauerwerk, aber auch für die Dämmfüllung der Hohlräume in Keller- und Geschossdecken, Trennwänden, im Dachstuhl oder zur Aufbringung auf die oberste Geschossdecke.

Einfach wirtschaftlich

Querschnitt einer Hauswand wird mit Dämmmaterial gefüllt.
Die Einblasdämmung ist ein wirksames und besonders wirtschaftliches Verfahren zur Wärmedämmung, bei dem geflockte Dämmmaterialien in einen Hohlraum eingebracht werden und diesen dämmend verfüllen.
Für die Einbringung sind Löcher bzw. Bohrungen ausreichend – eine spezielle Einblasmaschine lockert das Dämmmaterial auf und bläst es in den Hohlraum ein; je nach System wird die eingeblasene Luft auch gleichzeitig wieder abgesaugt, um eine optimale Verteilung des Dämmmaterials zu gewährleisten.

Die Einblasdämmung überzeugt durch:

Vielseitigkeit und Wirksamkeit: Die Einblasdämmung ist eine wirtschaftliche Lösung für die nachträgliche Dämmung von Gebäudebereichen, die ansonsten nicht oder nur aufwendig energetisch optimiert werden könnten. Sie verbessert effektiv die Wärme- sowie Schalldämmung und reduziert die Heizkosten. Das spezifische Verfahren füllt auch engste Spalten und Ritzen aus, was zu einer fugenlosen und wärmebrückenfreien Dämmung führt. Bei Verwendung von nicht brennbaren Einblasdämmstoffen der Baustoffklasse A1 kann darüber hinaus auch zusätzlich die Brandschutzsicherheit erhöht werden.

Fassadenoptik und Wanddimension:

Im Gegensatz zu anderen Dämmverfahren bleibt die ursprüngliche Optik der Fassade erhalten. Weder außen noch innen wird zusätzlicher Raum für die Dämmdicke benötigt – bei der Fassadendämmung ist dies besonders vorteilhaft bei denkmalgeschützten Häusern oder Lückenbebauungen.

Kosten- und Zeitersparnis:

Die Einblasdämmung ist eine sehr einfache, schnelle und so auch wirtschaftliche Methode zur nachträglichen Dämmung. Die Einbringung kann ohne Verschnitt in kurzer Zeit witterungsunabhängig erfolgen, es sind keine aufwendigen Demontagen oder mit Ausnahme des Dämmstoffs keine zusätzlichen Baustoffe (wie z. B. Putz, Bekleidung o. Ä.) erforderlich. Das spart Dir Zeit, Geld, Baulärm und -schmutz.

Für die Einblasdämmung steht eine Vielzahl an geflockten, zu Kügelchen oder Granulat verarbeiteten Dämmstoffen zur Verfügung: von kostenintensiven Hochleistungsgranulaten mit extrem niedriger Wärmeleitfähigkeit für die Kerndämmung besonders geringer Schichtdicken über Natur-Dämmstoffe wie z. B. Strohhäcksel bis hin zu erdölbasierten EPS-/Polystyrol-Granulaten.

In der Regel empfehlen wir Dir die folgenden Leistungsträger für eine kosteneffiziente und nachhaltige Dämmung:

Gelbe Dämmwolle.
Biobasierte Dämmwolle aus PEFC-zertifizierter Holzfaser Unter den Dämmstoffen aus nachwachsenden und weitestgehend biologisch abbaubaren Rohstoffen ist die Holzfaser mit ihren positiven, natürlichen Eigenschaften hervorragend für die Einblasdämmung geeignet. Holzfaser-Dämmstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft sind ökologisch, wohngesund und bieten einen guten Wärme-, Schall- und Hitzeschutz. Sie sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit vorübergehend aufnehmen, verteilen und in trockeneren Phasen wieder abgeben. Das beugt Schimmelbildung vor und schafft ein angenehmes, gesundes Raumklima.
Loch in einer Hauswand, aus dem Dämmmaterial entnommen wird.
Einblaswolle aus Holzfaser ist ein vergleichsweise kostengünstiges Dämmmaterial, auch gegenüber anderen biobasierten Lösungen. Die Holzfasern verzahnen sich im Hohlraum fugenfrei dreidimensional zu einer dauerhaft stabilen Dämmschicht, was einen geringen Materialeinsatz ermöglicht. Wissenswert: Holz bindet langfristig CO2, was Dein Haus auch zu einem CO2-Speicher macht. Das macht diesen Dämmstoff zusätzlich besonders klimafreundlich.
Zwei Händen halten ein Stück Dämmmaterial und ein Feuerzeug.
Reine Glaswolle ohne Bindemittelzusatz Der nicht brennbare Mineralwolle-Dämmstoff wird aus bis zu 80 % Altglas gewonnen und enthält weder Bindemittelzusätze noch Flammschutzmittel. Auch ohne brandhemmende Zusätze bietet er hohen Brandschutz und ist in die europäische Baustoffklasse A1 eingestuft. Er kann selbst in kleinste Hohlräume, Ecken und Winkel eingeblasen werden und bietet sehr guten Wärme- und Schallschutz. Die reinen, leichten Glaswollflocken verrotten oder zersetzen sich nicht; sie verfügen über eine hohe Beständigkeit gegenüber Schimmel, Fäulnis und Schädlingen wie Insekten oder Nagern.
Durch die Verwendung einer geeigneten Schüttdichte beim Einblasen des Materials wird sichergestellt, dass der Dämmstoff seine Formstabilität behält. Bei einer korrekten Installation ist ein Absacken der Dämmung innerhalb der Wand ausgeschlossen.

Nicht brennbare Steinwolle ohne Flammschutzmittel und Borsalze

Dämmmaterial wird angebrannt.
Ein Haufen Steinwolle.

Bei der Herstellung der Steinwollflocken wird nahezu vollständig auf chemische Zusätze verzichtet. Etwa 97 % der Steinwolle sind mineralische Rohstoffe wie Basalt und recycelte Materialien; als Bindemittel wird ein dem Baumharz nachempfundener Stoff zugesetzt, der max. 3 % der Dämmwolle ausmacht. Da Steinwolle von Natur aus nicht brennbar ist, sind Flammschutzmittel überflüssig. Steinwolle liefert höchste Dämmwerte im Wärme-, Schall- und Brandschutz. Sie bietet höchsten Brandschutz (Euroklasse A1, Schmelzpunkt > 1.000 °C), glimmt nicht und ist nicht entzündbar. Sie ist schallabsorbierend, wasserabweisend, diffusionsoffen und sie verrottet oder zersetzt sich nicht. Auch für die Einblasdämmung verfügt sie über optimale Eigenschaften: Bei fachgerechter Verwendung ist sie setzungssicher, formstabil und -beständig, auch bei thermischer Beanspruchung.

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